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Vitiligo- Leucopathia acquisita im Fokus

Die Krankheit Vitiligo ist wohl vielen ein Begriff, wenn auch nicht unbedingt von Namen her. Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, sollen Ihnen im Folgenden die wichtigsten und spannendsten Fakten zu dieser Hautkrankheit vorgestellt werden.

Im Spiegel betrachtet Weissfleckenkrankheit - Psychische Belastung

Was ist Vitiligo denn eigentlich?

Vitiligo gehört in die Gruppe der Hautkrankheiten. Charakteristisch für diese Krankheit sind die großen weißen Flecken auf der Haut des Patienten. Diese haben der Krankheit auch ihren zweiten Namen „Weißfleckenkrankheit“ eingebracht. Die Flecken sind zwar nicht schmerzhaft, die erhöhte Sonnenempfindlichkeit, sowie die oftmals negativen gesellschaftlichen Reaktionen der Gesellschaft, können jedoch dafür sorgen, dass die Betroffenen durchaus unter ihrer Krankheit leiden.

Wie verbreitet und vielförmig diese Krankheit denn?

Diese besondere Form der Hautkrankheit ist zu Glück relativ selten. Weltweit gibt es um die 37,7 Tausend bekannte Fälle. Dies entspricht ungefähr 0,5 bis 2 Prozent der Weltbevölkerung. Etas bildlicher ausgedrückt: Im Schnitt leidet einer von 100 Menschen unter einer akuten Form von Vitiligo.

Bisher gibt es drei bekannte Subformen:

  1. Die segmentale Vitiligo ist bereits bei Kindern zu erkennen und schreitet rasch fort. Typisch für diese Form sind die Weißen, symmetrischen scheinen Flecken auf der Haut. Dabei zeigen sich die Flecken häufig auf den verschiedensten Regionen des Körpers. Von allen Patienten weißt etwa jeder 20, also 5 Prozent diese Form der Erkrankung auf.
  2. Die fokale Vitiligo manifestiert sich im Vergleich zu der segmentalen Verwandten erst später, nicht desto trotz sind von dieser Form manchmal auch schon Kinder betroffen. Diese Form, an der circa 15 Prozent der Betroffenen leiden, ist progressiv. Typisch ist hier das nur eine, maximal zwei, Hautregionen von der Pigmentstörung betroffen sind.
  3. Die generalisierte Vitiligo, ist dabei die am meisten verbreitete Form. Um die 80% der Betroffenen zeigen diesen Subtyp auf. Neben der progressiven und schnell fortschreitenden Entwickelung ist hier auch häufiger Sprache von Komorbidität. Bekannte parallel Erkrankungen sind hier häufig andere Störungen des Autoimmumunsystems.

Wie entwickelt sich die Krankheit mit der Zeit?

Die Erkrankung ist nicht alterspezifisch und scheint nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft auch nicht ausschließlich genetisch bedingt zu sein. Untersuchungen zeigten, dass die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung bei ein einer Erkrankung der Eltern bei circa 33 Prozent liegt.

Die ersten Symptome treten meist an den Extremitäten wie z.B. Die Unterarme, Handflächen oder auch den Füßen auf. Ebenfalls häufig sind Pigmentstörungen im Bereich des Intimbereiches. Obwohl manche befallenen Regionen sich ausbreiten, bleiben wieder andere konstant. In seltenen Fällen stellt sich sogar wieder eine Pigmentproduktion in den erkrankten Bereichen ein.

Ist es möglich Vitiligo zu heilen? Und was können die Folgen einer solchen Erkrankung sein?

Zurzeit ist Vitiligo pese nicht heilbar. Körperliche Leistungsfähigkeit und Lebenserwartung werden durch die Krankheit jedoch nicht pese vermindert, ein Problem ist jedoch ein Mangel an natürlichem Schutz vor UV-Strahlung. Die Pigmente, die durch diese Krankheit fehlen, schützen die Haut normalerweise vor den negativen Folgen der Sonnenstrahlung. Als Folge ist die Haut, überdurchschnittlich empfindlich gegenüber den UV-Strahlungen.

Diese kann weniger ernste Konsequenzen wie ein Sonnenbrand haben, im Extremfall kann jedoch auch das Risiko an Hautkrebs zu erkranken um ein Vielfaches steigen. Neben der Haut wird auch noch ein zweiter Teil der Gesundheit beeinflusst: der Hormonspiegel. Vitamin D ist zwar für den menschlichen Körper wichtig, wird jedoch in der Regel nicht oral eingenommen, sondern vom Körper selbst produziert. Eine mögliche Lösung ist die hier die orale Einnahme von Vitamin D, in Absprache mit de behandelnden Arzt.

Mit Alternativmedizin und nicht herkömmlichen Methoden ist bei einigen Vitiligo-Patienten auch schon eine komplette Heilung erfasst worden. Viele leiden sehr unter den psychischen Folgen der Weißfleckenkrankheit, weshalb es umso wichtiger ist, auch Heilungsmethoden zu testen, die nicht speziell die Symptomatik bekämpfen, sondern Stress als Ursache bekämpfen. Zu diesen Heilungsverfahren gehört die Seite http://www.vitiligo-erfahrungen.com, die sich mit alternativen Behandlungsmethoden beschäftigt und auf das „Vitiligo Wunder“ baut. Dazu gibt es auch den Erfahrungsbericht auf http://www.vitiligo-erfahrungen.com/vitiligo-wunder-2015

Neben den geschilderten physischen Folgen kann jedoch auch die Psyche maßgeblich durch die Krankheit beeinflusst werden. Bei einer dauerhaften Meidung des Sonnenlichts kann es zu erheblichen Problemen in der Produktion von Serotonin kommen. Serotonin ist ein körpereigenes Hormon, das die Stimmung hebt und die Laune verbessert. Probleme in der Produktion dieses Hormons können also zu Stimmungstiefs oder sogar depressiven Verstimmungen führen.

Eine weiter psychologische Folge kann sozialer Rückzug, oder Isolation sein. Die Betroffenen schämen sich häufig für ihr Hautbild, was zum Rückzug vor sozialen Kontakten führen kann. Dies kann schlussendlich ähnliche Konsequenzen haben, wie die langfristige Meidung des Sonnenlichts.

Gibt es Behandlungsmöglichkeiten für Vitiligo zur Linderung der Symptome?

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Behandlungen und Hilfsangebote um die Symptome zu verbessern oder den Betroffenen zu helfen, mit den Konsequenzen der Krankheit umzugehen. Die Wichtigsten werden im Folgenden genannt und zu Ihrem besseren Verständnis kurz erläutert.

Sonne und UV Strahlen– Lichttherapie

Die Lichttherapie gehört mittlerweile in das Repertoire der meisten Krankenhäuser. Dabei erhalten die Patienten vor dem Beginn der Behandlung ein lichtsensibilisierendes Mittel, sodass die Lichttherapie besser anschlägt. Die große Stärke der Lasertherapie ist ihre Präzision. Die Laserstrahlung können millimetergenau auf die betroffene Stelle gerichtete werden und so die gesunde Haut vor unnötigen Strapazen bewahren. Um diese präzise Behandlung anzuwenden, muss jedoch vorab geklärt werden, ob die betroffenen Regionen sich gerade ausdehnen oder nicht.

Sollte dies der Fall sein, ist es vorteilhafter, die Bestrahlung direkt über eine größere Hautregion anzuwenden. Eine weitere Voraussetzung ist, das der Betroffenen an keinen ernsteren Hauterkrankungen wie z.B. Hautkrebs lit. Eine weitere Risikogruppe stellen Kinder dar. Die Haut von Heranwachsenden ist oftmals empfindlich, weshalb sich die Laserbehandlung nicht empfiehlt.

Bei dieser Therapieform reicht eine einmalige Behandlung leider nicht aus, um optimale Ergebnisse zu erzielen, ist es wichtig, die Bestrahlung mehrmals innerhalb weniger Monate zu wiederholen. Die meisten Ärzte empfehlen einen Behandlungszeitraum zwischen sechs und zwölf Monaten. Die genaue Dauer ist jedoch individuell mit dem Arzt abzusprechen. Die ersten positiven Ergebnisse sollten sich dabei bereits nach 12 Wochen zeigen. Bei einer beginnenden Pigmentierung der betroffenen Bereiche kann die Therapie fortgesetzt werden, sollte dies jedoch nicht der Fall sein, ist der Wechsel zu einer anderen Form ratsam.

– Transplantation

In Einzelfällen kann auch eine Eigenspende, eine gute Behandlungsoption sein. Dabei werden autologe Melanozyten dem eigenen Körper entnommen und in der betroffenen Stelle wieder eingepflanzt. Um dies zu erreichen, wird vorher die Haut mit Hilfe von Lasern oder speziellen Schleifgeräten aufgeraut, sodass die neuen Hautzellen transplantiert werden können. Diese Behandlungsmethode ist vor allem bei einer Symptomatologie im Gesicht sehr beliebt.

– Farbausgleich

Mit Hilfe von Laserbestrahlung, unter Verwendung von Tyrosinaeinhibitoren oder einer Operation können die restlichen Melanozyten zerbrochen werden. Dies sorgt für eine farbliche Anpassung der restlichen Haut. Aufgrund der Radikalität dieses Eingriffes, wird dies meist nur bei Patienten angewendet, die nachweisbar extrem unter ihren Krankheit leiden. Der extreme, oberflächliche Eingriff kann sich darüber hinaus manchmal auch negativ auf die Psyche des Patienten auswirken, weshalb eine Konsultierung eines Psychiaters oder Psychologen bei dieser Behandlung unumgänglich ist.

– Medikamente

Die Behandlung dieser Krankheit mit Medikamenten erweist sich zurzeit noch als problematisch. In der Vergangenheit sind bereits Steroide, oder auch Calcineurin-Antagonisten angewendet worden, jedoch führten beide zurzeit noch nicht zum gewünschten Erfolg.

In letzter Zeit ist auch versucht worden geläufigere Mittel wie Kortison, Calcipotriol oder Pseudokatalase zur Behandlung einzusetzen, die eindeutige Wirksamkeit dieser Mittel ist jedoch noch nicht nachgewiesen.

– Psychotherapie

Die Psychotherapie ist in erster Linie dazu da um den Patienten zu helfen, mit dem krankheitsbedingten Stress besser umzugehen. Dabei sollen Folgeproblemen wie z.B. Depressionen entweder behandelt oder ihrer Entstehung vorgebeugt werden.

– Camouflage

Bei der Behandlung mit Camouflage handelt es sich um eine rein kosmetische Behandlung. Die Patienten können dabei auf spezielle Cremes, mit dem Inhaltsstoff Carotin zurückgreifen, die die betroffenen Stellen dunkler scheinen lässt. Eine kostengünstigere Alternative zu den Carotin Cremes ist dabei ein herkömmlicher Selbstbräuner in der eigenen Hautfarbe.

Sie haben oben erwähnt, dass sozialer Rückzug eine Folge der Krankheit sein kann. Gibt es Selbsthilfegruppen oder Foren, in denen sich Betroffenen informieren, austauschen und gegenseitig ermutigen können?

Ja gibt es. Auch wenn die Krankheit relativ selten ist, gibt es dank des Internets einige Möglichkeiten, um mit anderen Patienten in Kontakt zu kommen oder auch nur Informationen zu bekommen.

Ein guter Ausgangspunkt ist dabei der Internetauftritt des Deutschen Vitiligo-Bundes e.V. Auf der Seite gibt es neben Informationsbroschüren und Gästebuch, auch eine Übersicht über anstehende Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Krankheit Vitiligo (http://www.vitiligo-bund.de/index.php). Eine ähnlich aufgebaute Seite, mit einer etwas regionaleren Reichweite, ist die Seite des Vereins Vitiligo-SHG Franken (http://www.vitiligo-franken.de). Mit etwas Geduld und einem Internetanschluss lassen sich so schnell Informationen oder auch Veranstaltungen in der Nähe finden.

Vielen Dank für das Gespräch!

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